Tourismus bedeutender Parameter für die Wirtschaftskraft in der Region

Mit einem jährlichen Bruttoumsatz von 3 Milliarden € und rund 23 Millionen Übernachtungsgästen im Jahr, ist der Tourismus ein bedeutender Parameter für die Wirtschaft in Ostfriesland. Viele Tourismusakteure aus Hotellerie, Gastronomie, dem Transportwesen sowie zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen tragen seit Jahren dazu bei, dass der Tourismus zur stärksten Wirtschaftskraft in der Region gewachsen ist. Gäste, die nach Ostfriesland reisen, haben den Trend zum Deutschlandurlaub nicht erst in diesem Jahr entdeckt, dafür spricht die Stammgastquote von über 60 %. Blickt man auf den bisherigen Saisonverlauf zurück, sind die Übernachtungszahlen jetzt schon sehr erfreulich. Eine Steigung der Übernachtungszahlen zum Vorjahr kann jetzt schon vorsichtig prognostiziert werden.

An diesem und kommenden Wochenende starten Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in die Herbstferien, die Touristiker auf der ostfriesischen Halbinsel melden eine große Zufriedenheit bei der Auslastung. „Am Spiekerooger Strand fühlt es sich immer noch absolut sommerlich an“, erzählt Patrick Kösters von der Nordseebad Spiekeroog GmbH. „Wir hatten in den letzten Monaten eine super Auslastung und das schöne Wetter bringt jetzt noch mal eine deutliche Verlängerung der “Sommerzeit” mit sich“, so Kösters weiter. Auf der Nachbarinsel freut sich Rieka Beewen von der Kurverwaltung Wangerooge ebenfalls über eine gute Saison: „Die Sommersaison und auch der September waren bei uns sehr gut gebucht, der schöne Spätsommer hat da sehr gut getan! Auch zu den Herbstferien ist die Auslastung schon recht gut, einige freie Kapazitäten können wir den Gästen aber noch anbieten“. Das kann auch Maike Theesfeld von der Stadt Jever und Hilke Janssen-Pahlke von der Wangerland Touristik GmbH bestätigen. Der Verkehrsverein Ems-Dollart e. V. ist mit der laufenden Saison ebenfalls sehr zufrieden. „Die Gemeinden Ditzum und Jemgum waren im Sommer schon sehr gut besucht, jetzt freuen wir uns außerdem über einen buchungsstarken September und Oktober“, berichtet Luipold Handwerker. Neele Zirr von der Tourismus GmbH Gemeinde Dornum geht nach einem starken Sommer auch von einer starken Nebensaison aus: „Es wird wieder mit vielen spontanen Buchungen gerechnet und bisher sind auch schon viele Unterkünfte für die komplette Ferienzeit ausgebucht.“ Das gute Wetter lockte auch in Neuharlingersiel viele Spontanreisende und Kurzurlauber an die Nordsee. „In den Sommerferien waren so gut wie keine Quartiere mehr zu bekommen. Durch das schöne Wetter war auch der September bei uns sehr gut besucht“, erzählt Hans-Georg Janssen vom Kurverein Neuharlingersiel e.V. „In den Herbstferien ist insbesondere das verlängerte Wochenende vom 01.10.-03.10.2016 stark nachgefragt“, so Janssen weiter. Alle Gäste, die ebenfalls das gute Wetter kurzfristig für einen Ostfrieslandurlaub nutzen möchten, können sich auf www.ostfriesland.de oder direkt bei den örtlichen Tourist-Informationen über freie Unterkünfte informieren.

Zahlreiche Veranstaltungen werden im Herbst noch einmal den Tagestourismus in Ostfriesland ankurbeln. Veranstaltungs-Tipps der Touristiker sind z.B. die 8. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der Brüllmarkt in Jever, die Thalasso-Wochen auf Wangerooge, die Radtour “Mit dem Fahrrad zu Kartoffel und Kuh” in Neuharlingersiel, die Ditzumer Kunsttage, der Inselcircus auf Spiekeroog oder die Strohballen-Rollmeisterschaft in Dornumersiel.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit zum Erhalt und Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer

Mit der Auftaktveranstaltung des Förderprojekts INTERREG V-A „Watten-Agenda“ wurde zu Beginn des Jahres der Grundstein für eine grenzübergreifende Zusammenarbeit gelegt, die auf die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus im Weltnaturerbe Wattenmeer zielt. Die Projektpartner stellten dazu vier Arbeitspakete mit Maßnahmen vor, die zur Zielerreichung ausgearbeitet wurden. Ein halbes Jahr nach dem Projektstart konnten bereits erste Maßnahmen aus dem für 3 Jahre ausgelegten Projekt umgesetzt werden.

Eines der Projektziele ist die Verbesserung des grenzübergreifenden Schutzes des Wattenmeers durch verstärkte Sensibilisierung und Begeisterung für das Weltnaturerbe bei Einheimischen und Gästen. Anlässlich des Weltnaturerbe-Geburtstages haben die Projektpartner „Die Nordsee GmbH“ und die „Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer“ an verschiedenen Standorten einen Wattwandertag initiiert, an dem alle Personen mit Wohnsitz auf den ostfriesischen Inseln und an den Küstenorten teilnehmen konnten. Ebenfalls beteiligten sich die beiden Partner an der Umsetzung des ersten Regionalmarktes auf Norderney, der im Rahmen des Weltnaturerbe-Geburtstages ausgerichtet wurde. Zahlreiche Gäste besuchten den Markt, auf dem regionale Produkte und Kunsthandwerk geboten und Wissen über das Weltnaturerbe Wattenmeer vermittelt wurde.

Auf niederländischer Seite organisierten die Projektpartner „Provincie Fryslân“ und „Marketing Groningen“ anlässlich des Weltnaturerbe-Geburtstages das Festival „Dag van het Wad“. Mit verschiedenen Aktionen, wie einer Frühstückstafel am Deich, Schlafmöglichkeiten direkt am Weltnaturerbe und einem thematisch passenden Exkursionsprogramm, wurde hier ebenfalls auf die Schutzbedürftigkeit des Wattenmeeres hingewiesen.

Um die Kenntnis und Bedeutung des Wattenmeeres zu steigern, hat die Ostfriesland Tourismus GmbH (OTG) eine Infotour initiiert. Bei der Programmausgestaltung der „On-Air-Am-Meer“ Tour, die in Kooperation mit dem Radiosender RADIO 21 stattfand, setzte die OTG den Fokus bei den Aktivbausteinen dabei schwerpunktmäßig auf das Weltnaturerbe Wattenmeer. Auf der „On-Air-Am-Meer“ Tour hatten Gäste die Möglichkeit an 5 Tagen quer durch Ostfriesland zu reisen, dabei standen täglich neue Attraktionen und Fortbewegungsmittel auf dem Programm. Aktivbausteine waren unter anderem ein Schlickschlittenrennen, eine Wattwanderung und eine Nationalpark-Erlebnisfahrt im UNESCO-Weltnaturerbe. Die Tour wurde über verschiedene Kommunikationskanäle der OTG und RADIO 21 begleitet und konnte somit eine hohe Reichweite erzielen. Um die Kommunikation des Wattenmeeres auf dem Tourismusmarkt zu stärken, war die OTG außerdem auf nationalen und internationalen Messen vertreten.

Ein weiteres Ziel im Rahmen der Watten-Agenda ist die Wissensvernetzung. Hier liegt der Fokus auf der Zielgruppe der Tourismusanbieter und –akteure. Damit sich diese in Zukunft verstärkt in der Verantwortung als Wissensvermittler und Multiplikatoren für das Weltnaturerbe Wattenmeer einsetzen, wurden auf deutscher und niederländischer Seite Vorort Schulungen und Inhouse-Coachings durchgeführt. Bei der ersten Veranstaltung wurden in Wilhelmshaven 39 Tourismusakteure für die Einzigartigkeit des Weltnaturerbes sensibilisiert. Diese Schulung diente als Auftakt zu weiteren Schulungen in den kommenden Jahren.

In 2017 erfolgt die Umsetzung weiterer Maßnahmen. So arbeitet der Internationale Dollard Route e.V. aktuell an der Maßnahme „Weltnaturerbe erfahrbar“, die im Kern die Verknüpfung des Fahrradtourismus als nachhaltige Erlebnisform mit dem Wattenmeer behandelt. Um ein grenzübergreifendes Angebot im Bereich Wandern zu entwickeln, wird unter der Maßnahme „Weltnaturerbe erwanderbar“ außerdem an einer grenzübergreifenden Ausgestaltung, Beschilderung und Vermarktung von Wanderwegen gearbeitet.

Dieses Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms von der Europäischen Union und den INTERREG-Partnern finanziell unterstützt. / Dit project wordt in het kader van het INTERREG-programma financieel ondersteund door de Europese Unie en de INTERREG-partners.

Zuwachs im Team der Nordsee GmbH: Es ist ein Junge!

Der jüngste Zuwachs im Team der Nordsee GmbH ist gerade mal 79 cm groß, 10,4 Kilogramm schwer und hat das dickste Fell von allen! Die Nordsee GmbH übernahm am vergangenen Mittwoch die Patenschaft für einen verwaisten Seehund und unterstützt damit die Arbeit der Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich.

Das bislang namenlose Tier wurde am 3. Juli am Strand von Borkum aufgenommen. Ein wenig zerzaust und stark geschwächt sei es nach Angaben der zuständigen, ehrenamtlichen Wattenjagdaufseher gewesen. Die Mitarbeiter der Seehundstation stellten den Heuler vorerst unter Quarantäne. „Das ist die gängige Vorgehensweise, um das Tier in Ruhe zu beobachten, die Eingangsuntersuchungen abzuschließen und damit auch die anderen Seehunde in der Station vor eventuellen Krankheiten zu schützen“, so Dr. Peter Lienau, Leiter der Seehundstation. Der verwaiste Heuler wird in den kommenden Wochen und Monaten in der Seehundstation von fachkundigen Pflegern und vielen freiwilligen Helfern aufgezogen.

Mit der Seehund-Patenschaft übernimmt Die Nordsee GmbH die Futterkosten für diesen Heuler. „Wir möchten damit ein Stück Verantwortung für diese einzigartige Naturlandschaft übernehmen“, begründet Carolin Wulke, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH diese Entscheidung. Gerade die Tourismuswirtschaft zehre von der intakten Natur im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. „In unserer Kommunikationsarbeit heben wir häufig die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des Wattenmeeres hervor. Mit dieser Patenschaft lassen wir unseren Worten auch Taten folgen“, sagt Wulke.

Jährlich werden zwischen 80 und 150 Tiere in die Seehundstation gebracht und dort aufgezogen. Die jungen Seehunde werden insbesondere bei Sturm, Sommergewittern oder bei Störungen durch Menschen von ihren Müttern getrennt. Vor allem die Störungen durch den Menschen führen dazu, dass ein Jungtier nicht genügend Muttermilch aufnehmen kann. Beim nächsten Sturm ist es dann zu schwach, der Mutter zu folgen oder wird von der Strömung fortgerissen und abgetrieben.

Nordsee-Fans wählen Namen des Heulers

Am Mittwoch startet auf der Facebook-Seite der Nordsee GmbH die Suche nach einem geeigneten Namen für den verwaisten Meeressäuger. Das Team der Nordsee GmbH freut sich auf eine rege Teilnahme unter den 66.000 Fans und wählt nach 10 Tagen den besten Vorschlag aus. Nicht nur an der Namensgebung beteiligt Die Nordsee GmbH alle interessierten Fans. Über die neuesten Entwicklungen des kleinen Seehunds berichtet die Dachorganisation auf facebook.com/DieNordsee

Team-Mitglied auf Zeit

Trotz des Aufenthaltes in der Aufzuchtstation bleiben Seehunde wilde Tiere, die in der Nordsee zuhause sind. Wenn alles gut läuft, dann hat sich das Nordsee-Mitglied auf Zeit innerhalb von etwa drei Monaten ein Gewicht von mindestens 25 Kilogramm angefuttert. Dann wird er stark genug sein, um freigelassen zu werden. Auch diesen letzten Weg in menschlicher Obhut wird das Team der Nordsee GmbH begleiten. Und dann heißt es noch mal hinterherwinken, ein letztes Foto machen und „unserem Seehund“ alles Gute wünschen.

Wissenswertes rund um die Seehundstation

Wer mehr über die Arbeit in der Seehundstation in Norddeich oder über das richtige Verhalten beim Fund eines jungen Seehundes wissen möchte, kann sich auf der Seite www.seehundstation-norddeich.de informieren.

Wattwanderwochenende

Am 25. und 26. Juni laden Die Nordsee GmbH und die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer zum Wattwanderwochenende ein. An beiden Tagen haben Einheimische die Möglichkeit, kostenlos an einer fachkundig geführten Wanderung über den Meeresboden teilzunehmen. So können Insulaner und Küstenbewohner den einzigartigen Lebensraum des Wattenmeeres entdecken oder längst vergessene Kindheitserinnerungen auffrischen.

Wer kennt das nicht? Am Urlaubsort nimmt man wissbegierig alle möglichen Sehenswürdigkeiten in Augenschein, kommt im Alltag aber oft nicht dazu, die Natur- oder Kulturschätze vor der eigenen Haustür zu erleben – gerade weil jederzeit Gelegenheit dazu besteht. Vielleicht nimmt man die Schätze der eigenen Heimat, deren Besonderheit und Wert gar nicht mehr wahr. Dabei leben die Einwohner der niedersächsischen Nordseeküste in untermittelbarer Nachbarschaft zu einer weltweit einzigartigen Sehenswürdigkeit – dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Anlässlich des 7. Weltnaturerbe-Geburtstages laden die Nationalpark-verwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und Die Nordsee GmbH deshalb Küstenbewohner und Insulaner am 25. und 26. Juni zum Wattwanderwochenende ein. „Eine beeindruckende Landschaft wie das Wattenmeer trägt zum Stolz, aber auch zur Achtsamkeit im Umgang mit dem heimischen Lebensraum bei. Das Gefühl von Heimat ist jedoch stark damit verbunden, wie gut man diesen Lebensraum kennt.“, meint Carolin Wulke, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH. Unter fachkundiger Begleitung durch zertifizierte Nationalpark-FührerInnen kann die heimatliche Natur intensiv und bewusst aus ganz neuen Blickwinkeln erlebt werden. Insgesamt 19 verschiedene Touren auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste stehen auf dem Programm.

„Gerade die Einheimischen haben tagtäglich viele Gelegenheiten, das Besondere des Weltnaturerbes und des Nationalparks an ihre Gäste weiterzugeben. Daher ist es uns sehr wichtig, dass sie die Faszination und die Schutzbedürftigkeit dieses weltweit einzigartigen Lebensraums kennen und stolz auf die Naturlandschaft ihrer Küstenregion sind. Das ist die beste Voraussetzung für den dauerhaften Erhalt des Weltnaturerbes Wattenmeer“, sagt Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung.

Informationen über die angebotenen Wanderungen finden Interessierte unter www.die-nordsee.de/weltnaturerbe-geburtstag und www.nationalpark-wattenmeer.de/niedersaechsisches-wattenmeer/weltnaturerbe/aktuelles

Mehr als die passende Kleidung und ein Personalausweis werden für die Teilnahme nicht benötigt. Die vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerplätze jedoch zwingend erforderlich und erfolgt direkt beim jeweiligen Anbieter.

Auch in den Niederlanden wird der 7. Weltnaturerbe-Geburtstag mit verschiedenen Veranstaltungen gefeiert. Eine Übersicht der niederländischen Veranstaltungen finden Sie hier. Link: http://wadden.groningen.nl/dagvanhetwad

Finanzgericht Köln erleichtert Verlustberücksichtigung bei Ferienobjekten

Entsprechend des Urteiles des Finanzgericht Köln vom 17.12.2015 – Aktenzeichen 10K2322/13 – können Verluste aus der Vermietung eines Ferienobjekts auch dann steuermindernd berücksichtigt werden, wenn kein Überschuss aus den Einnahmen über Werbungskosten zu erwarten ist:
https://www.justiz.nrw.de/nrwe/fgs/koeln/j2015/10_K_2322_13_Urteil_20151217.html

EWE-Nordseeläufer spenden an „Brot für die Welt“

Die Organisatoren des EWE-Nordseelaufs übergaben am Montag einen Spendenscheck an die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“. Die Spenden in Höhe von 3.112,54 € stammen ausschließlich von den letztjährigen Nordseelauf-Teilnehmern und kommen dem Projekt „Gitarren statt Gewehre“ im Kongo zugute. Besonders Nordseelauf-Pastor Hartmut Schneider engagierte sich für dieses Hilfsprojekt in Afrika. Nun trafen sich die Verantwortlichen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen.

Ausgerechnet die abgesagte Schluss-Etappe – der traditionelle Wattlauf – gab der Spendenaktion ungeahnten Schwung. „Aufgrund des niedrigen Wasserspiegels konnten wir damals nicht mit der Fähre nach Neuwerk übersetzen, um von dort die Etappe nach Cuxhaven zu starten“, erinnern sich die Organisatoren heute. Das im Vorfeld eingenommene Geld für die Fährtickets stellte der zuständige Reiseveranstalter den Läufern und Läuferinnen wieder zur Verfügung. „Wir informierten die Teilnehmer über die Optionen einer Kostenrückerstattung oder einer Spende des Betrags an das Projekt „Gitarren statt Gewehre“, so Tanja Mehl, zuständige Projektmanagerin beim Reiseveranstalter Erlebnis Bremerhaven GmbH. Rund ein Drittel der Läufer und Walker entschied sich für die Spende.

„Bei der Projektförderung sind wir auf solche Spenden angewiesen“, stellt Frauke Jacobs von der Organisation „Brot für die Welt“ klar. Das Geld erhält der Projektträger Communauté Baptiste au Centre de l´Afrique, der sowohl die Ausbildung als auch die psychologische Betreuung von Kindern und jungen Erwachsenen unterstützt. „In den vergangenen 20 Jahren wurden Kinder im Ost-Kongo zum Dienst an der Waffe gezwungen. Das Leben dieser Menschen war von Perspektivlosigkeit und Gewalt geprägt.“, führt Jacobs fort. Das Projekt „Gitarren statt Gewehre“ gebe Hilfe zur Selbsthilfe und zeige den Betroffenen einen alternativen Lebensweg.

„Das Projekt passt hervorragend zum Charakter unserer Veranstaltung und schließt sich nahtlos an unser Motto „Mach nicht halt – Lauf gegen Gewalt“ an“, hebt Pastor Schneider hervor. Für Die Nordsee GmbH, als Veranstalter des EWE-Nordseelaufs, ist das ein positives Zeichen. „Unsere Läufer und Walker leben bewusst und schauen über den Tellerrand“, fügt Rolf Kopper, Aufsichtsratsvorsitzender der Nordsee GmbH, hinzu.

Magazin „die nordsee“ 2016: Nachhaltig und naturnah

Die Nordsee GmbH, Destinationsorganisation der niedersächsischen Nordsee, veröffentlichte das neue Magazin „die nordsee“ 2016. Neben der komplett überarbeiteten Gestaltung spielt das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. So wurde das Printprodukt erstmalig klimaneutral gedruckt. Zusätzlich entschied sich die Marketinggesellschaft für ein Recycling-Papier, welches mit dem Blauen Engel ausgezeichnet ist und zu 100 Prozent aus Altpapier besteht.

„Unsere Themenschwerpunkte Weltnaturerbe Wattenmeer und Thalasso haben ihren Ursprung in einer gesunden, sehr ursprünglichen Natur“, so Carolin Wulke, Geschäftsführerin der Nordsee GmbH. Damit sei es der nächste logische Schritt, in der Herstellung des Printprodukts ebenfalls nachhaltig zu agieren. Nach Angaben der zuständigen Druckerei pva aus Landau denken viele Unternehmen über einen klimaneutralen Druck nach. „Es gibt unterschiedliche Projekte, die mit einem klimaneutralen Druck unterstützt werden könnten“, sagt Thomas Kloos von pva. Die Nordsee GmbH hat sich für ein Projekt zum Wald- und Artenschutz in Brasilien entschieden. „Wer etwas aus der Natur nimmt, sollte sparsam mit dieser Ressource umgehen und möglichst etwas zurückgeben“, begründet Wulke diese Entscheidung.

Inhaltlich gibt Die Nordsee GmbH weiterhin Vollgas. So bietet das Magazin auf insgesamt 78 Seiten weiterhin alles Wissenswerte über die Urlaubsregion, die Anreise und die Vorteile eines Nordseeaufenthaltes. Darüber hinaus bieten sich dem Leser ganz persönliche Einblicke in das Leben von Menschen, die hier im Norden fest verwurzelt sind. Bestellen können sich Interessierte das Magazin kostenlos unter 04421-9560991, per Mail an info@die-nordsee.de oder über die Internetseite www.die-nordsee.de/magazin.

Grenzübergreifende Zusammenarbeit zum Erhalt und Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer

Mit der Auftaktveranstaltung im niederländischen Bad Nieuweschans wurde am 18.02.2016 der Startschuss für das grenzübergreifende Förderprojekt INTERREG V-A „Watten-Agenda“ gegeben. Mit dem Projekt soll eine neue und umsetzungsorientierte Struktur der grenzübergreifenden Wattenmeer-Zusammenarbeit entstehen, die einen nachhaltigen und wertschätzenden Tourismus zum Erhalt und Schutz des Weltnaturerbes initiiert und bis Ende 2018 umgesetzt werden soll.

In der Auftaktveranstaltung stellten die Projektpartner bestehend aus der Ostfriesland Tourismus GmbH, der Provincie Fryslân, Marketing Groningen, der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, Die Nordsee GmbH und dem Internationale Dollard Route e.V. die Ziele im Projekt vor. Die daraus resultierenden Maßnahmen wurden in vier Arbeitspaketen wie folgt definiert:

1. Verbesserung des grenzübergreifenden Schutzes des Wattenmeers durch verstärkte Sensibilisierung und Begeisterung für das Weltnaturerbe bei den Zielgruppen Einheimische und Gäste

2. Grenzübergreifende Entwicklung und Vernetzung von Wissen zum Weltnaturerbe Wattenmeer bei der Zielgruppe Tourismusanbieter und -akteure

3. Grenzübergreifende Verbesserung der Verknüpfung von Wattenmeer und Binnenland über nachhaltige Erlebnisformen

4. Steigerung der Kenntnis und Bedeutung des Wattenmeers in den Niederlanden und in Deutschland über die Wattenmeerregion hinaus

Das Projekt wird durch Presse- und Öffentlichkeitsmaßnahmen sowie einem Newsletter begleitet, der die Fortschritte der „Watten-Agenda“ verzeichnet.

Das Projekt Watten-Agenda wird im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und der Niedersächsischen Staatskanzlei sowie der Provincie Fryslân und Provincie Groningen kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Ems Dollart Region (EDR).

Tourismuswirtschaft an der niedersächsischen Nordsee sucht Möglichkeiten für mehr nachhaltige Mobilität

An Niedersachsens Nordsee soll es künftig mehr Möglichkeiten für eine nachhaltige Mobilität geben. Darauf verständigten sich Akteure aus Tourismus, Politik und ÖPNV beim 8. Nordsee Tourismustag am heutigen Montag. Dazu begrüßten der Tourismusverband Nordsee e. V. und Die Nordsee GmbH rund 150 Teilnehmer im Atlantic Hotel in Wilhelmshaven. Neben ausführlichen Gesprächen über mögliche Lösungsansätze wurden bereits bestehende Beispiele aus der Praxis vorgestellt. Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig an der Nordsee. „Wir müssen allerdings etwas dafür tun – wir müssen die Region weiterhin entwickeln“, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies zu Beginn der Veranstaltung.

In seinen Begrüßungsworten sprach sich Lies auch für eine Entwicklung der Bahn- und Fernbusanbindung sowie der Mobilität vor Ort aus. „Elektroautos sind eine Chance, die wir nutzen sollten, um unseren Urlaubern eine höhere Mobilität vor Ort zu ermöglichen“, sagte Lies.

Ein echtes Vorzeigeprojekt aus der Region

Die Nordsee Flitzer sind eines dieser funktionierenden Beispiele an der niedersächsischen Nordseeküste. Armin Kanning, Geschäftsführer der Wangerland Touristik GmbH, stellte das Gemeinschaftsprojekt einiger Küstenorte vor. In erster Linie ginge es dabei um eine elektrische Mobilität der Urlauber an der Küste. Denen stehen seit August 2015 insgesamt 10 Elektroautos, die Nordsee Flitzer, zur Verfügung. Für Inhaber der Nordsee ServiceCard sind die ersten vier Stunden kostenlos. Jede weitere Stunde kostet dann 6,90 Euro. „Das Angebot wird von unseren Gästen hervorragend angenommen, obwohl wir noch gar nicht ins Marketing eingestiegen sind“, zieht Kanning nach einem knappen halben Jahr Bilanz. Weitere Fahrzeuge sowie eine Online-Buchbarkeit sind in Planung. Für die diesjährige Hauptsaison erwarten alle Beteiligten eine große Nachfrage.

Inlandstourismus: PKW noch Verkehrsmittel Nr. 1

Alltag ist dies jedoch noch nicht. Dirk Dunkelberg vom Deutschen Tourismusverband e. V. stellte Zahlen und Fakten zum nachhaltigen Tourismus in Deutschland vor. Demnach wünschen sich 31 % der Deutschen einen möglichst ökologisch verträglichen Urlaub, 38% sprechen sich für einen sozial verträglich Urlaub aus (Quelle: Reiseanalyse der F.U.R., 2014). Das Interesse an nachhaltigen Reisen sei damit klar gegeben. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass dem Gast keine Mehrkosten entstünden und seine Ansprüche und Bedürfnisse trotzdem erfüllt würden. Dies geht aus einer zusätzlichen Befragung der F.U.R. zum Thema „Nachhaltiges Reisen“ aus dem Jahr 2014 hervor. „Es zeigt sich jedoch, dass 74% der Deutschen mit dem PKW in den Inlandsurlaub reisen“, so Dunkelberg. Lediglich 11% der Deutschen reisen mit der Bahn, 7% mit dem Bus an. Im Bundesdurchschnitt dominiert damit klar die individuelle Anreise mit dem PKW.

Schwarzwald: mit gutem Beispiel voran

Ganz anders scheint das im Schwarzwald zu funktionieren. Die Urlaubsregion im Süden Deutschlands führte bereits vor 10 Jahren die sogenannte KONUS-Karte ein. Damit können Gäste im Schwarzwald für die Dauer ihres Aufenthaltes Busse und Bahnen kostenlos nutzen. Dies führte u.a. dazu, dass 19% der Gäste mit der Bahn in den Schwarzwald reisen. Zur Gegenfinanzierung wurden sowohl der Fremdenverkehrsbeitrag als auch die Kurtaxe erhöht. Das Ergebnis war eine höhere Auslastung des öffentlichen Personennahverkehrs auf der einen Seite und eine Imageaufbesserung für die gesamte Tourismusregion auf der anderen Seite. „Mit der KONUS-Karte haben wir es geschafft neue Kundengruppen zu erschließen. Die Gästezahlen sind seitdem stetig gestiegen“, fasste Christopher Krull, Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, das 10-jährige Projekt zusammen. Auch die erhöhte Kurtaxe sei vom Kunden akzeptiert worden, „weil es dafür einen echten Mehrwert gibt“, betonte Krull. Für die Idee bekam die Region im Jahr 2013 sogar den ÖPNV-Innovationspreis des Verkehrsministeriums.

Unterstützung erfuhren die Organisatoren des diesjährigen Nordsee Tourismustags von der Stadt Wilhelmshaven und vom Industrieclub Roffhausen e. V. Ronald Brandes vom Industrieclub und Dr. Monika Michaelsen von der Stadt Wilhelmshaven beschäftigen sich schon seit ca. drei Jahren mit dem Thema – allerdings bislang für die Region und ihre Bewohner. „Das Thema ist jedoch auch für den Tourismus hoch interessant. Das hat die heutige Veranstaltung auch deutlich gezeigt“, sagten beide am Ende des Tages.

Gesellschafter der Nordsee GmbH beschließen Umstrukturierung

Die Mitglieder der Destinationsorganisation Die Nordsee GmbH sprachen sich in der Gesellschafterversammlung am 9. Dezember klar für die weitere Zusammenarbeit und Stärkung ihrer Dachmarke aus. Zu diesem Zweck wurden für die künftige strategische Ausrichtung und die Struktur der Dachorganisation wichtige Beschlüsse gefasst. Insbesondere die Ostfriesischen Inseln möchten sich künftig noch stärker bei der Nordsee GmbH engagieren. Die seit Jahren bestehende eigene Werbegemeinsaft der Sieben löst sich vorerst auf.

Der Sprecher der Ostfriesischen Inseln, Wilhelm Loth, sagte dazu in der Sitzung: “Wir sprechen uns für die Arbeit der Nordsee GmbH aus. Die Verantwortung wird dorthin verteilt, wo sie fachlich hingehört.“

Gestärkt wurde auch die Rolle des Aufsichtsrates. Durch einen Beschluss in der Gesellschafterversammlung wurden dem Organ weitere Aufgaben zugesprochen. Zugleich wurde die Anzahl seiner Mitglieder erweitert. Insgesamt vertreten nun sechs gewählte Personen die Inseln, Küstenorte, Flug- und Fährgesellschaften. Michael Diers, Geschäftsführer der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH, wurde zum Vertreter der beiden großen Hafenstädte Wilhelmshaven und Bremerhaven ernannt. Neues Aufsichtsratsmitglied ist zudem Göran Sell von Borkum. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe wird künftig Hinrik Dollmann ersetzen. Der Tourismusmanager der Kurverwaltung Langeoog erklärte nach der geplanten zweijährigen Mitgliedschaft im Aufsichtsrat seinen Rücktritt.

Eine weitere strukturelle Veränderung wurde mit der Abberufung des Marketingausschusses vorgenommen. Das zehnköpfige Gremium begleitete die Geschäftsstelle seit Gründung der GmbH. Ab dem nächsten Jahr wird es Arbeitsgruppen geben, um die Kommunikationsschwerpunkte der Marketinggesellschaft voranzutreiben. Neben den Themen Weltnaturerbe Wattenmeer und Thalasso gewinnen Maritimes und Inselurlaub an Bedeutung.

„Mit den heute gefassten Beschlüssen haben wir eine hervorragende Grundlage für die weitere Entwicklung dieser Marketinggesellschaft geschaffen“, sagte Carolin Wulke nach der Sitzung. In dieser Zeit des Umbruchs sei es vor allem wichtig, dass alle Gesellschafter an einem Strang zögen. „Wir haben viel Zuspruch für unsere Arbeit in diesem Jahr erhalten. Diesen Kurs wollen wir in 2016 fortsetzen, so die Geschäftsführerin der Nordsee GmbH.